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    Therapien

    Das immer raschere Tempo unserer Zeit und unserer Arbeitswelt bedingt eine Zunahme von Erschöpfungssyndromen (häufig im Sinne eines Burnout-Syndroms). Unter anderem können sich daraus Affektstörungen, am häufigsten Depressionen, entwickeln.Im Zeitraum Ihres stationären Aufenthaltes werden folgende Therapieformen durchgeführt


    Musiktherapie

    Für die Rehabilitanden in der psychosomatischen Abteilung unseres Hauses gehört die Musiktherapie als fester Bestandteil zum Therapieprogramm.

    „Musiktherapie ist der gezielte Einsatz von Musik im Rahmen der therapeutischen Beziehung zur Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung seelischer, körperlicher und geistiger Gesundheit“.





    Als primär nonverbales Verfahren macht die Musiktherapie sich die Emotionalität, die in den unterschiedlichsten Formen jeder Art von Musik und jeder Musikrezeption eigen ist, zunutze. Über das Hören, das Spüren, das Fühlen und Wahrnehmen können emotionale Inhalte bewusst erlebbar gemacht werden und erst in der Folge im Rahmen eines reflektierenden Austauschs verbal zum Ausdruck gebracht werden.

    Der Patient ist dabei an der Musikproduktion aktiv beteiligt und hat im geschützten Rahmen der Therapie die Möglichkeit sich selbst und seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Über die musikalisch-kreative Auseinandersetzung mit der eigenen Gefühlswelt wird diese sowohl für den Patienten selbst, als auch für den Therapeuten hörbar und eröffnet somit Wege und Möglichkeiten zur Bearbeitung. Für die Arbeit auf der Beziehungs-, Kommunikations- und Interaktionsebene spielt neben dem Hören und Zuhören das bewusste Wahrnehmen – sowohl für sich selbst, als auch für andere – eine entscheidende Rolle. Der musikalische Kontakt mit dem Therapeuten und/oder mit Mitpatienten bildet einen Spielraum, in dem das Erleben und Bearbeiten verschiedener Inhalte erleichtert wird.

    Kunsttherapie

    Kreative Ausdrucksformen sind elementare Kommunikationsmöglichkeiten des Menschen. Sie können als Inspiration und Impulsgeber die Entfaltung spontaner Gefühle unterstützen und dienen als Instrument zur Weiterentwicklung und Bewusstmachung unbewusster Kräfte und verdeckter Fähigkeiten, die sich neu entwickeln können.

    Dass Bilder und bildnerisches Gestalten therapeutisch wirksam sein können, ist seit langem bekannt. Die Kunsttherapie bietet sowohl durch sinnliche als auch geistige Erfassung und Verarbeitung von individuellen Themen eine ganzheitliche Möglichkeit, den Menschen zu behandeln. Dabei kommt es nicht auf eine künstlerische Qualität an, sondern vielmehr eröffnet sich über den spontanen Ausdruck mit Farbe, Form und Material ein Freiraum zur Entdeckung und Entwicklung neuer Perspektiven.

    Die Kunsttherapie ist für die psychosomatische Abteilung in unserem Haus fester Bestandteil des Klinikkonzeptes. Die kunsttherapeutische Arbeit ist thematisch auf die jeweilige Indikation der Rehabilitanden hin ausgelegt, wird sowohl in der Gruppe als auch im Einzelsetting angeboten und bietet im geschützten Rahmen des kunsttherapeutischen Ateliers viel Raum für Selbstexploration (Äußerung des inneren Erlebens) und Selbstentfaltung.

    Entspannungsverfahren

    Die Entspannungsverfahren werden durch Sport- und Physiotherapeuten wie auch Ärzten, Psychologen und Musiktherapeuten und Co-Therapeuten mit entsprechender Qualifikation durchgeführt. Sie helfen dem Rehabilitanden, psychischen und physischen Stress zu reduzieren, emotional ausgeglichener zu werden und seine Körperwahrnehmung zu verbessern. Außerdem erhöhen sie die Aufmerksamkeits-, Konzentrations- und Lernfähigkeit.





    Die Rehabilitanden nehmen zweimal wöchentlich an Entspannungstherapien teil. Am Ende jeder Sitzung werden Hinweise für die nächsten Stunden gegeben und aufgetretene Schwierigkeiten thematisiert. Gegebenenfalls können diese auch selektiv in körpertherapeutischer Einzeltherapie bearbeitet werden. Besonders bedeutsam ist das bei Rehabilitanden, deren Erkrankung ein Trauma zugrunde liegt.


    Als Entspannungsverfahren stehen zur Verfügung:

    • Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson (PMR)
    • Autogenes Training
    • Qi Gong

    Übungsanleitungen für zu Hause:


    Bei der Entspannung nach Jacobson wird durch bewusste, systematische An- und Entspannung verschiedener Muskelgruppen psychophysische Entspannung erreicht. Für diese Entspannungstherapie gibt es eine Einführungsgruppe, in der sowohl die Indikation und Wirkungsweise von Entspannungsverfahren erarbeitet werden, als auch die Progressive Muskelrelaxation (PMR) vorgestellt wird.

    Die PMR kann auch in einer Vertiefungsgruppe weitergeführt werden. Sie dient der Hinführung zur selbstständigen Anwendung während des Klinikaufenthaltes und der Zeit danach.

    Das Autogene Training ist ein körperbezogenes Behandlungsverfahren, das es ermöglicht, das Körperempfinden zu vertiefen. Dies geschieht durch die Wahrnehmung des eigenen Rhythmus, exemplarisch u.a. verwirklicht in der vertieften Wahrnehmung des Atemrhythmus und seiner autonomen Anteile. Hierbei entdeckt der Rehabilitand bisher leiblich Unbewusstes oder strukturiert bisherige leibliche Erfahrungen neuartig. Angestrebt wird ein Prozess, der den eigenen „inneren Schwerpunkt“ entwickeln hilft und zu größerer Sensibilität und zur Selbst-Annahme führt.

    In einer stabilen Gruppe kann ein erfahrener Therapeut auch Phantasiereisen anbieten; er muss sich dabei aber der Störungen der Gruppenmitglieder bewusst sein und die Gruppe entsprechend leiten.

    Eine Entspannungsmethode im weiteren Sinne stellt das Qi Gong dar.

    Durch die Integration des Europäischen Zentrums für Traditionelle Chinesische Medizin in der Johannesbad Fachklinik, Gesundheits- & Rehazentrum Saarschleife kann auch dieses Verfahren angewandt werden. Qi Gong ist eine jahrtausendealte chinesische Übungsmethode, bei der Geist-, Körper- und Atemtechniken gezielt geübt werden, um diese miteinander in Harmonie und Einklang zu bringen. Ziel ist es grundlegende Übungsprinzipien wie „Innen – Außen“, „Entspannung – Anspannung“, „Natürlichkeit – Kontrolle“ über die Qi Gong Praxis hinaus in das Alltagsleben zu integrieren. Positiv wirken sich auch die Schulung der Selbstwahrnehmung aus sowie das Zusammenwirken von Spontanität und Kontrolle.