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Sporttherapie im MTT (Fitnessraum)
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    « Mai 2012 »

    Ihr Anreisedatum:

    Aktuell am 5/18/2012

    Sport- und Bewegungs therapie

     

    Die Sporttherapie versteht sich als ganzheitliches Verfahren, das mit geeigneten Mitteln des Sports gestörte körperliche, psychische und soziale Funktionen kompensiert, regeneriert, Sekundärschäden vorbeugt sowie gesundheitliches Verhalten fördert. Sporttherapie beruht auf biologischen Gesetzmäßigkeiten, bezieht besonders trainingswissenschaftliche, medizinische, pädagogisch-psychologische sowie sozialtherapeutische Elemente mit ein und versucht, eine überdauernde Gesundheitskompetenz herzustellen. Sporttherapie ist ärztlich indizierte und verordnete Bewegung, die vom Therapeuten geplant und dosiert, gemeinsam mit dem Arzt kontrolliert und mit dem Patienten alleine oder in der Gruppe durchgeführt wird.

    Ziel ist die Ermöglichung der Teilhabe am beruflichen und sozialen Leben unter Berücksichtigung der personen- und umweltbezogenen Kontextfaktoren. Die sporttherapeutischen Zielsetzungen beziehen sich auf die betroffene Struktur und deren Funktion selbst, auf die Einschränkungen der Patienten bezüglich der Alltagsaktivitäten (ADL) sowie deren Partizipation am gesellschaftlichen Leben. Die sporttherapeutische Intervention in der Rehabilitation umfasst dabei physische, psycho-soziale sowie edukative Inhalte.

    Die Wirksamkeit der sporttherapeutischen Maßnahmen wird anhand wissenschaftlicher Assessmentverfahren evaluiert. So werden beispielsweise Funktionsstörungen und Beeinträchtigungen mit dem Staffelstein-Score in den Versionen Hüfte und Knie dargestellt. Durch Rückenschmerzen beeinträchtigte Aktivitäten wurden mittels der Oswestry Disability Scale (ODI) abgebildet, wobei es sich hierbei um einen Patientenfragebogen handelt. Verletzungen des Arms, der Schulter und der Hand überprüft die Sporttherapie mit dem Fragebogen Quick-DASH. Zur Ermittlung der Sturzgefährdung der Patienten wird im Bereich des Koordinationstrainings und der Gangschule der Timed Up and Go (TUG), der Chair Rising (CR), der Functional Reach (FR) sowie ein eigen entwickelter Gehtest verwendet.

    Die ermittelten Assessment-Daten ermöglichen somit eine Beurteilung der Rehabilitationserfolges durch den Vergleich von Aufnahme- und Entlassungszustand der Rehabilitanden.

    Zur Verbesserung der Handlungs- und Krankheitskompetenz sowie zur Entängstigung und Krankheitsbewältigung werden neben dem täglichen Bewegungsprogramm indikations-spezifische Schulungen in Form von Vorträgen und Seminaren veranstaltet.

    Im Anschluss an die Rehabilitationsphase kann eine Überleitung in ortsnahe Reha-Sport-Gruppen erfolgen.

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